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Regionalliga Süd: SC Sand II – Opel Rüsselsheim 6:2 (2:1)

Die Frauen des SC Sand II haben auch den Rückrundenstart der Fußball Regionalliga Süd erfolgreich gestaltet. Gegen Mitaufsteiger Opel Rüsselsheim setzte sich die Ortenauer Erstligareserve im Sander Kühnmattstadion trotz mehr als halbstündigem Leerlauf am Ende deutlich mit 6:2 (2:1) durch und baute den Vorsprung auf acht Punkte aus.

Es war der elfte Sander Sieg im zwölften Spiel, doch zwischendurch war nicht alles Gold, was auf dem Spielfeld glänzte. Die frühe Führung nach acht Minuten war Gift für den weiteren Spielverlauf. „Wir haben teilweise zu arrogant gespielt“, monierte SC-Trainer Georg Forscht das Auftreten seiner Mannschaft. Dabei begann Sand die Begegnung sehr konzentriert und störte frühzeitig. Und ging verdient früh in Führung. Nach einem langen Pass aus dem Mittelfeld erzielte Madeleine Kurek das 1:0 (5.). Sand blieb am Drücker und Isabelle Meyer, die in der zweiten Mannschaft nach Verletzungspause Spielpraxis sammelte, spielte den Ball in den Lauf von Furtuna Velaj, die sich gegen die Torfrau und eine Abwehrspielerin durch setzte und zum 2:0 einschob (8.). Eine zu frühe Vorentscheidung bei den Witterungsverhältnissen. Sand verpasste es, den starken Rückenwind für sich zu nutzen und schoss erst gegen Ende der ersten Halbzeit einmal aus der Distanz auf das Gästetor. Ein nicht anerkannter Treffer brachte Sand aus dem Rhythmus. Angeblich hatte Anne Rotzinger nach einem Eckball von Madeleine Kurek Torfrau Elena Jaeschke, die den Ball ins eigene Tor faustete, behindert. Im Spiel nach vorne brachte Sand nun keine schlüssigen Szenen zustande. Die Gäste standen sicherer und wurden mutiger. Und erzielten plötzlich den Anschlusstreffer. Sand brachte den Ball nicht aus der Gefahrenzone, zudem wurde SC-Torfrau Sabrina Lang behindert und Geit Prants drückte das Leder am langen Pfosten zum 2:1 über die Linie (38.). Obwohl sich Sand in der Halbzeitpause viel vorgenommen hatte, hatte Opel mit dem Wind im Rücken die erste Großchance. Besser wurde Sands Spiel nicht, bis Madeleine Kurek im Strafraum zu Fall kam und Furtuna Velaj den Elfmeter sicher zum 3:1 verwandelte (55.). Doch der SC blieb unachtsam und kassierte nach einem Freistoß fast von der Mittellinie, den Marina Urzo frei ins Netz köpfen konnte, den 2:3-Anschlusstreffer (57.). Sabrina Lang leistete sich eine kurze Auszeit, nachdem ein Abschlag von ihr direkt wieder vors Tor kam und der Ball vom Wind unterstützt nur an den Pfosten krachte (65.). Kurz danach stellte das Trainerduo Fabienne Breisacher und Georg Forscht auf die defensivere Vierer-Abwehrkette um. Das brachte mehr Stabilität nach hinten und Sabrina Stoller spielte nach vorne kluge Pässe. Nun lief es besser und Furtuna Velaj erzielte nach Vorlage von Madeleine Kurek das 4:2 (69.). Jetzt lief es wieder bei Sand und Sabine Stoller traf mit einem Schuss aus 20 Meter unter die Querlatte zum 5:2 (80.). Den Schlusspunkt zum 6:2 (90.) setzte Sarah Garnier-Schlagenwarth, die den Ball von Ann-Christin Angel in den Lauf gespielt bekam und der Torfrau keine Chance ließ. „Es hat sich gezeigt, dass uns spielerisch keiner schlagen kann außer wir selbst“, gab Georg Forscht seiner Mannschaft nicht nur lobende Worte mit in die bis zum 6. März dauernde Winterpause.

SC Sand II – Opel Rüsselsheim 6:2 (2:1)

SC Sand: Lang; Zimmermann, Wendlinger, Freckhaus (86. Di Ruzza), Stoller, Kurek, Schlee (78. Muller), Rotzinger (61. Pfeiffer), Meyer, Velaj (82. Garnier-Schlagenwarth), Kurek.

Opel Rüsselsheim: Jaeschke; Diener, Hanke, Meierfrankenfeld, Urzo, Bernadie, Frase (64. Buglisi), Losert (82. Steinmetz), Prants, Maczurek, Jacquot (69. Paul).

Zuschauer: 80

Schiedsrichterin: Selina Menzel (Karlsruhe)

Tore: 1:0 Kurek (5.), 2:0 Velaj (8.), 2:1 Prants (38.), 3:1 Velaj (FE, 55.), 3:2 Urzo (57.), 4:2 Velaj (69.), 5:2 Stoller (80.), 6:2 Garnier-Schlagenwarth (90.)
Frauen2

Autor: Udo Künster
Veröffentlicht am 04.12.2015 um 15:32